Die Ausbildungskommission des Deutschen Unihockey Bundes will der olympischen Herausforderung mit einer Reihe von Maßnahmen und Empfehlungen begegnen. Da die derzeitigen Kinder in den U11- und U13-Mannschaften große Chancen haben, bei dem ersten Auftritt unseres Sports bei den Olympischen Spielen teilzunehmen, will die ABK sicherstellen, dass der Unihockey Sport in Deutschland den modernen Herausforderungen genügt.
Das zukünftige Ausbildungskonzept für die C-Lizenz wird vom schweizerischen Verband übernommen. Der Ausbildungsordner "Unihockey-Manual" wird ab sofort als Leitordner allen C-Lizenz-Teilnehmern zur Verfügung gestellt und er ist die Grundlage für die zukünftige Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Schwerpunkt des schweizerischen Rahmenkonzeptes ist die Ausrichtung der C-Ausbildung auf altersgemäße Lernziele. Dementsprechend wird das Material der DUB-ABK in Zukunft den standardisierten Lernzielen zugeordnet. Dem entsprechend gelten diese altersgerechten Lernziele innerhalb der Ausbildung als verbindlich und werden bei den Lehrgängen zum C-Trainer/in durch entsprechende Tests überprüft. Die Umsetzung und Kontrolle der Lernziele im Training und im Spielbetrieb obliegt allein den Landesfachverbänden.
Somit gibt auch die DUB-ABK die C-Lizenz-Ausbildung an die Landesfachverbände ab. Die DUB-ABK wird den Landesverbänden zur Durchführung der Lizenzausbildung mit Rat und Tat zur Seite stehen. So gibt es neben einer Dozentenvermittlung auch das Material und die entsprechenden Tests, die für den Erwerb der C-Lizenz über den DUB erforderlich sind. Die C-Lizenz wird nach wie vor nach Vorlage aller notwendigen Bescheinigungen vom DUB vergeben.
Die empfohlene Aufteilung der C-Trainer/in-Ausbildung (nach Vorgabe des DOSB) gestaltet sich wie folgt:
Das Mindestalter für die Ausbildung ist 16 Jahre. Die C-Lizenz wird allerdings erst ab 18 Jahre erteilt.
1. Großer Erste Hilfe Kurs (Umfang 12 std. (darf nicht älter als zwei Jahre sein))
2. Grundlagenkurs "Breitensport" bei den entsprechende KSBs oder LSBs (Umfang 40std.)
3. Heimkurs "Theorie" mit anschließendem Test (Umfang 20 std.)
4. Fachkurs in den Landesfachverbänden mit Trainingsabnahme (Umfang 60 std.)
Die fachliche Ausbildung kostet 235 Euro. Der entsprechende Grundkurs bei den LSBs oder KSBs liegt bei ca. 180 Euro. Die C-Lizenz ist vom DOSB anerkannt und wird durch die entsprechenden KSBs oder LSBs über die Vereine gefördert. Den ABKs der Landesfachverbände wird empfohlen sich über diese Förderungsmöglichkeiten zu informieren. Normalerweise sollten aber die Vereine über die entsprechenden Fördermöglichkeiten der Ausbildung bzw. des Trainers bereits informiert sein.
Verschiedene Landesfachverbände planen bereits eigene C-Lizenz-Kurse. So soll es in Schleswig-Holstein, Bremen, Halle und Köln Kurse geben. Informationen zu den Kursen werden in der kommenden Wochen veröffentlicht. Falls weitere Landesfachverbände an der Ausrichtung eines C-Kurses Interesse haben, können sie sich bei ABK-Mitglied René Potthoff melden.
Die B-Lizenz (Leistungssport) wird wie bisher vom DUB veranstaltet. Der entsprechende Kurs findet in zwei Teilen statt und soll an dem Wochenende 27/28.06 und in der Woche 20-26.07 durchgeführt werden. Interessenten des Kurses melden sich bitte auch bei René Potthoff.
Darüber hinaus wird die DUB-ABK Empfehlungen zur Organisation und Umsetzung der Ausbildung von Spielern in den Landesfachverbänden geben. Den Landesverbänden steht es vollkommen frei, sich an die entsprechenden Empfehlungen zu halten, würden aber nach besten Kräften bei der Umsetzung der Empfehlung unterstützt.
Derzeitige Empfehlungen der DUB-ABK:
Empfehlung Ia: Bis zur Saison 2012/13 alle KF-Mannschaften, die länger als zwei Jahre am Spielbetrieb teilnehmen, sollen über eine/n C-Trainer/in verfügen.
Empfehlung Ib: Regelmäßige C-Trainertreffen in den Landes-ABKs zur Abstimmung und zum Austausch über die Trainings, sowie regelmäßige Nachschulungen um die Trainer/innen auf dem neusten Stand zu halten.
Empfehlung II: Ausbildungskontrollen über den Spielbetrieb. Insbesondere in den unteren Altersklassen können vorgebende Spielformen (z.B. U11: aktive Manndeckung) durch die Schiedsrichter festgestellt und auf dem Spielbericht notiert werden.
Empfehlung III: Einrichtung von regionalen Auswahlteams ab U15 zur besonderen Förderung von Talenten.
Empfehlung IV: Bis zur Saison 2013/14 sollen alle die Großfeldmannschaften, die sei mindestens zwei Jahren am DUB-Spielbetrieb teilnehmen über eine/n B-Trainer/in verfügen.
Wir bitten die ABKs der Landesfachverbände um breite Unterstützung und würden uns freuen durch einen ständigen Dialog die moderne Ausbildung von Spielern und Trainern mit Euch zu realisieren!
Unihockey tut Deutschland gut. Beweg Dich!